Beim Passivhaus hat die Warmwasserversorgung gegenüber der Heizwärmebereitstellung den Vorrang. Während für die Restwärmebereitstellung max. 15 kWh/m2 *a (für 120 m2 sind das jährlich 1800 kWh) nötig sind muß für die Warmwasserbereitung eine Energiemenge von etwa 700 kWh/P*a (2800 kWh beim 4 Personen-Haushalt) zur Verfügung gestellt werden.
Im Gegensatz zur Heizwärme läßt sich der Warmwasserverbrauch auch kaum nennenswert reduzieren. Es ist deshalb dringend erforderlich effiziente Systeme mit hohem Wirkungsgrad und geringen Speicher- und Verteilverlusten für die Warmwasser-Bereitung zum Einsatz zu bringen. Da gleichzeitig die Primärenergiebilanz des Gebäudes zu berücksichtigen ist stellt sich eindeutig eine thermische Solaranlage als Lösung dieses Problems dar.
Solarenergie fällt im Laufe des Jahres mit unterschiedlichen Erträgen an. Eine kontinuierliche Energieversorgung kann damit nur eingeschränkt realisiert werden. Deshalb ist neben einem effektiven Energiesammler (Kollektor), einem effizienten Speicher auch eine Nachheizquelle erforderlich. Üblicherweise wird dies in herkömmlichen Häusern vom vorhandenen Heizkessel übernommen. Eine andere Möglichkeit ist die Nachheizung mit einer Elektro-Heizpatrone.
| Vakuum-Röhrenkollektor | Flachkollektor |
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| Brauchwasserspeicher | Schichtenpufferspeicher |
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In unseren Gebäuden kommt ein Solaranlage mit fassadenintegrierten Kollektoren und Pufferspeicher zum Einsatz, wodurch auch im Winter hohe Deckungsgrade bei der Warmwasserbereitung erreicht werden. Die Warmwasserbereitung aus dem Solarspeicher erfolgt im Durchlaufverfahren. Zum Einsatz kommt ein Schichten-Pufferspeicher Typ SolvisMax Solo der Firma Solvis Energiesysteme.