Typische Flachkollektoren bestehen aus einem metallischem Absorber, der zur Absorption der Solarstrahlung selektiv oder nichtselektiv beschichtet ist. Zumeist bestehen die Absorber aus Streifen mit mittig angeordnetem Fluidkanal, die mäanderförmig oder parallel verschaltet sind und an ein Sammler- bzw. Verteilerrohr angeschlossen werden. Die selektive Beschichtung zur Reduktion der thermischen Verluste ist allgemein üblich. Die Absorberstreifen bestehen zumeist aus Kupfer und im Einzelfall aus Aluminium. Das Wärmeträgermedium zur Abführung der Kollektorwärme ist mit Frostschutzmittel (Propylen-Glykol) gemischtes Wasser. Der Absorber ist in einen Rahmen eingebettet, der ihn vor der Witterung schützt und Wärmeverluste reduziert. Nach oben wird der Flachkollektor durch eine Glasscheibe geschützt (i.a. eisenfreies Einscheibensicherheitsglas). Der Rahmen besteht oft aus Aluminium, auch Holz ist anzutreffen. Die rückseitige Wärmedämmung hat i.a. eine Stärke von 4 bis 8 cm. Sie besteht z.Zt. oft aus Mineralwolle und PU-Hartschaumplatten.
Man unterscheidet Kollektoren mit und ohne thermische Trennung vom Gebäude. Die thermische Trennung wird durch Hinterlüftung des Kollektors erzeugt. Aus bauphysikalischen Gründen (hohe Temperaturen im Stagnationsfall und Feuchtetransport durch die Außenwand) werden üblicherweise hinterlüftete Kollektoren eingesetzt. Fassadenkollektoren sind auch in kleinen Flächen einsetzbar.
| Nicht hinterlüftete (integrierte) Fassadenkollektoren | |
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| funktionieren als | Ihre Vorteile sind |
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Nachteilig ist die geringere jährliche Bestrahlungssumme sowie die Einschränkung, daß ausreichend unverschattete freie Südflächen vorhanden sein müssen. Ein integrierter Fassadenkollektor hat im Sommer den Nachteil der höheren Einstrahlwinkel und somit der geringfügig höheren optischen Verluste, während im Winter (höhere Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und Umgebung, niedrigere Einstrahlung) sich der Vorteil der besseren Wärmedämmung und der oft günstigere Einstrahlwinkel bemerkbar macht. Zudem ist für bestimmte Regionen interessant, daß der Fassadenkollektor nicht schneebedeckt ist und gleichzeitig verstärkt von der erhöhten reflektierten Strahlung durch den Schnee (Albedo) profitiert. Während in Deutschland Fassadenkollektoren selten sind, werden sie in Österreich verstärkt eingesetzt. Während bei kleinen Kollektorflächen die Dachkollektoranlage aufgrund der Einstrahlung deutlich im Vorteil ist, wird der Unterschied bei hohen Deckungsgraden (wie im Passivhaus erforderlich) weitgehend kompensiert.
Diese Kompensation erfolgt durch:
Betrachtet man den Jahresverlauf des Deckungsgrades so zeigt sich der Nachteil der Fassade im Sommer, gleiches Verhalten in den Übergangszeiten und Vorteile im Winter. Soll eine Fassadenkollektoranlage den gleichen Deckungsgrad wie eine Dachkollektoranlage erreichen, dann muss hierfür die Kollektorfläche um ca. 25 % vergrößert werden.
Da der Absorber eines nicht thermisch getrennten Kollektors bei Bestrahlung meist eine höhere Temperatur als die Umgebungsluft aufweist, bei Sonnenschein i.a. sogar die höchste Temperatur im gesamten Wandaufbau, reduziert er die Transmissionsverluste der Außenwand. Geringfügig kann er sogar direkt passive Wärmegewinne an den Innenraum abgeben (reduzierte Wirkung als transparente Wärmedämmung). Eine einfache Abschätzung an einem mit 25 cm Dämmung versehenen Wandaufbau hat ergeben, daß die Minderung der Transmissionsverluste innerhalb der Heizperiode gegenüber einer opak gedämmten Wand etwa 40 % ausmacht. In der Jahresenergiebilanz ist dieser Anteil allerdings gering (bei 12 m² Kollektorfläche ca. 60 kWh). Überhitzung während des Sommers ist nicht zu erwarten.
Die Fassadenintegration von Sonnenkollektoren erfordert die Berücksichtigung verschiedener Randbedingungen:
Da Fassaden die Visitenkarte für das Gebäude sind und i.a. wesentlich genauer als Dächer betrachtet werden, müssen Fassadenkollektoren auch den höheren optischen Ansprüchen genügen. Es gibt viele optische Variationsmöglichkeiten, die technisch im wesentlichen gleichwertig sind

