Die Grundkonstruktion des Bausystems ist ein Holzrahmentragwerk. Dieses
besteht aus im Raster von 1,283 m angeordneten Doppel-T-Holzträgern. Dazwischen
stehen Wandscheiben aus Egger-OSB-Platten (EGGER -
Eurostrand), die an der Innenseite des Innen-Gurtes vernagelt sind. Zwischen
dem Gurt der Träger und den Egger-OSB-Platten ist eine Dichtung aus Butylkautschuk
eingebracht. Durch die Nagelung entsteht somit eine Pressfuge. Die Plattenstösse
sind mit einer Lattung hinterlegt und mit SIGA-Dichtbändern verklebt. Um
Wärmebrücken konsequent zu vermeiden werden die Deckenträger zwischen den
beplankten Außenwänden eingehängt. Als Auflager dient eine umlaufende Bohle, die
zusätzlich durch Stiele gestützt wird.
Die Innenverkleidung besteht aus
Gipsfaserplatten (Fermacell), die auf einer horizontalen Querlattung und
schalltechnisch von der Restkonstruktion entkoppelt angebracht sind. Diese
können tapeziert oder gestrichen werden.
Die äussere Verkleidung besteht
aus Thermowall-Putzträgerplatten die mit den Trägern vernagelt sind. Auf
die Platten ist der Grund- und Armierungsputz mit vollflächiger
Glasgitterarmierung sowie als Abschluss ein Dekor-Putz aufgebracht.
Als alternative Aussenhülle kann eine hinterlüftete Holzschalung oder
eine Holzzementplatte mit Anstrich zum Einsatz gelangen. Auch eine Mischung der
verschiedenen Fassadensysteme ist möglich, da weder die Außen- noch die
Innenschale statische Funktionen übernehmen.
Bauphysikalisch dient die
Egger-OSB-Platte gleichzeitig als Dampfbremse, zur Bildung der luftdichten Ebene, zur
Luftschalldichtung, Begrenzung der Installationsebene, als Rauchdichtheitsebene
und zur Löschwasserdichtung. Die Aussengefache sowie die als Installationsebene
dienenden Innengefache werden vollständig mit Isofloc ausgeblasen. Dabei werden
die Gurte der Träger überdämmt und damit die Wärmebrücke des Ständerwerkes
wesentlich reduziert.
Die Wandelemente werden Geschosshoch gefertigt. Insgesamt ist Bauen bis fünf Vollgeschosse möglich.
Alle Hüllflächenbauteile wie Außenwand, Dach und Bodenplatte haben den gleichen prinzipiellen wie oben beschriebenen Aufbau.
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Der konstruktive Aufbau des Daches entspricht prinzipiell dem der Wand, wobei hier zur Erhöhung der Dämmdicke auf die Doppel-T-Träger zusätzlich noch Querhölzer aufgeschraubt werden. Den äußeren Abschluss bildet hier der Dachaufbau, der je nach Planung und Anforderung unterschiedlich aussehen kann. Die Herstellung von Sattel-, Walm-, Pult- oder Flachdächern ist möglich.
Bei der Konstruktion der Bodenplatte bildet eine Amroc-Holzzementplatte den unteren und seitlichen Abschluss. Auf den Doppel-T-Trägern der Bodenplatte sind Egger-OSB-Platten (bilden hier die luftdichte Ebene) angebracht. Darauf sind Holzweichfaserplatten befestigt, die zur Schallentkopplung (Trittschalldämmung) beitragen. Außerdem bilden sie in den Bereichen der Außenwandanschlüsse die luftdichte Verbindung zwischen der Egger-OSB-Platte der Außenwand und der Egger-OSB-Platte der Bodenplatte. Als dritte Schicht bilden die auf den Holzweichfaserplatten aufgelegten Fermacell-Estrichelemente den Untergrund für verschiedene Fußbodenaufbauten, wie z. B. Linoleum oder Bodenfliesen.
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| Regelbauteil | Umittel | Uungestört | Uregulär |
|---|---|---|---|
| in W/(m2*K) | |||
| Außenwand | 0,1156 | 0,1100 | 0,1170 |
| Bodenplatte | 0,1291 | 0,1189 | 0,1361 |
| Dach | 0,0991 | 0,0936 | 0,1008 |
Im Jahr 2000 wurde die Luftschalldämmung einer Außenwand durch die MFPA GmbH Leipzig im Prüfstand ermittelt. Die Forderungen der DIN 4109, Schallschutz im Hochbau wurden dabei nicht nur eingehalten sondern drastisch unterboden. Dies ist vorallem auf die gute schalltechnische Entkopplung der einzelnen Wandbauteile zurückzuführen. Je nach gewähltem Bauteilaufbau sind die Schallschutzanforderungen im Wohnungs- und Gesellschaftsbau bis hin zu erhöhtem Schallschutz erfüllbar. Für die Bauteile Dach, Innenwand und Decken liegen ebenfalls Details zum Schallschutz vor.
| Schalldämmwerte verschiedener Wände MFPA Leipzig e.V. Nr. PB V700-640 | ||||||
| Nr. | Wandaufbau | Frequenz in Hz | R´w | Rw | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 100 | 125 ... 2500 | 3150 | in dB | |||
| 1 | 17,5 cm KSV, Rohdichte 2,0 kg/dm3 einseitig mit 10 mm Spachtelputz | 34 | ... | 67 | 53 | |
| 2 | wie 1 mit Polystyrol-Hartschaum 100 mm u. 10 mm Putz | 33 | ... | 80 | 51 | |
| 3 | 17,5 cm KSV, Rohdichte 1,6 kg/dm3 mit beidseitig 10 mm Putz | 34 | ... | 53 | 49 | |
| 4 | wie 3 mit 40 mm Mineralwolle und 8 mm "Heck"-Putzsystem | 31 | ... | 57 | 52 | |
| 5 | 24 cm KSV, Rohdichte 1,8 kg/dm3 einseitig mit 10 mm Kalkgipsputz | 38 | ... | 67 | 54 | |
| 6 | wie 5 mit 12 cm Schaumglas-Dämmplatte Typ DIN 18175-WD A1-045-120 kaschiert | 37 | ... | 74 | 52 | |
| 7 | Wand Naumann & Stahr | 36,9 | ... | 73,8 | 60 | |
| Prüfwerte gemessen in Prüfständen mit Flankenübertragung
(R´w) und ohne Flankenübertragung (Rw) Die Angaben Nr. 1- 6 entstammen der Fachliteratur und Prüfberichten, die Terzwerte sind auf ganze Zahlen gerundet. | ||||||
Die ermittelten Schalldämmwerte konnten bisher noch von keiner anderen tragenden Holzkonstruktion erreicht werden.
Weiterhin wurden Brandversuche mit nachfolgender Zielstellung an der Wandkonstruktion durchgeführt.
Die Ergebnisse der Brandversuche sind im Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis Nr.P-SAC 02/III -335 der MFPA GmbH Leipzig nachzulesen.